Freitag, 1. März 2024

Das Treffen französischer und deutscher Minister zur Wiederbelebung des MGCS-Programms gibt Anlass zur Sorge

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Das im September 2017 von Emmanuel Macron und Angela Merkel angekündigte Main Ground Combat System (MGCS)-Programm sollte es Frankreich und Deutschland ermöglichen, bis 2035 gemeinsam den Nachfolger der Kampfpanzer Leclerc und Leopard 2 zu entwerfen.

Seit dieser Ankündigung hat dieses Programm zahlreiche Umwälzungen erlebt, wobei insbesondere der vom Bundestag verordnete Eintritt von Rheinmetall die ursprünglich zwischen dem französischen Nexter und dem im Co-KNDS zusammengeschlossenen deutschen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) geplanten industriellen Gleichgewichte erheblich destabilisierte Unternehmen seit 2015.

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kurzfristig Panther als Alternative zum Leopard mittel- und langfristig als Alternative zum MGCS entwickelte , behinderte den Fortschritt erheblich die im Jahr 2020 eingeleitete Studienphase SADS Teil 1, insbesondere durch die Anforderung bestimmter ursprünglich Nexter zugewiesener technologischer Säulen, etwa im Bereich der Hauptbewaffnung und Panzerung.

Tatsächlich bewegt sich das MGCS-Programm seit mehreren Jahren zwischen begrenzten Fortschritten und Phasen offenen Zögerns, da vier der zwölf bisher identifizierten technologischen Säulen noch nicht strikt einem bestimmten Industriellen anvertraut wurden, wie dies bei der ursprünglich geplanten Zusammenarbeit der Fall war.

Um MGCS neu zu starten, trafen sich französische und deutsche Verteidigungsminister in Berlin
Sebastien Lecornu und Boris Pistorius in Berlin, um im Juli 2023 das MGCS-Programm zu besprechen

Gleichzeitig hat sich der Markt für schwere Panzer infolge der zunehmenden Spannungen mit Russland, die seit Februar 2022 durch die Intervention der russischen Armee in der Ukraine verschärft wurden, erheblich weiterentwickelt, mit einer sehr deutlichen Erholung der Nachfrage, was KMW dazu veranlasst hat, eine zu entwickeln Neue Version des Leopard 2 mit der Bezeichnung A8, die bereits von der Bundeswehr, Norwegen und der Tschechischen Republik ausgewählt wurde und nur zwei Monate nach ihrer Präsentation in Italien und den Niederlanden mit großer Spannung erwartet wird.

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Tatsächlich besteht für deutsche Hersteller und insbesondere für diejenigen, die an der Herstellung des Leopard 2A8 beteiligt sind, wie KMW, aber auch MTU und RENK, kein Interesse mehr daran, eine Frist von 2035 für das MGCS-Programm anzustreben, was zu einem führen würde sehr ineffektive Überschneidung zwischen den neuen Versionen des Leopard 2 und den ersten Versionen des MGCS, was für keine der beiden und insbesondere nicht für die deutschen Industriellen von Vorteil war.


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Fabrice Wolf
Fabrice Wolfhttps://meta-defense.fr/fabrice-wolf/
Fabrice, ein ehemaliger französischer Marineflieger, ist Herausgeber und Hauptautor der Website Meta-defense.fr. Seine Fachgebiete sind militärische Luftfahrt, Verteidigungsökonomie, Luft- und U-Boot-Kriegsführung und Akita Inu.

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