Mit der Drohne MQ-28 baut Deutschland seine Kampfdrohnenprogramme aus.

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Am 31. März 2026 gaben Rheinmetall und Boeing Australia eine Partnerschaft für die MQ-28 Ghost Bat bekannt, die Berlin als loyalen Flügelmann zur Unterstützung der Eurofighter-Flotte plant. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Anforderungen der Luftwaffe an vernetzte Kampfflugzeuge (Collaborative Combat Aircraft, CCA), die für 2029 vorgesehen sind, durch die Außerdienststellung des Tornado und einen zweigleisigen Ansatz mit der XQ-58A und der im Rahmen der Trinity-House-Abkommen angekündigten deutsch-britischen Tarnkappendrohne beeinträchtigt werden.

Die Häufung von Ankündigungen und Programmen in diesem Bereich führt zu einiger Verwirrung hinsichtlich der deutschen Strategie in Bezug auf die Loyal Wingmen, während das SCAF-Programm in Berlins industriellen und strategischen Zielen scheinbar keine Rolle mehr spielt.

Der Eurofighter Typhoon Die Systeme der Luftwaffe müssen ab 2029 durch eine schwer auffindbare, kooperative Kampfdrohne unterstützt werden.

Die Notwendigkeit, bis 2029 kollaborative Kampfflugzeuge einzusetzen, ergibt sich aus der geplanten Außerdienststellung des Tornado und dem dringenden Bedarf an einer Stärkung der Kampffliegerei. Laut Hartpunkt wurde die sofortige Einführung der MQ-28 Ghost Bat zwar erwogen, dann aber verschoben, was neue Marktanalysen erforderlich machte. Der Zeitplan für die Erreichung einer glaubwürdigen Ersteinsatzfähigkeit bis 2029 bleibt eng und setzt jeden Integrations- und Qualifizierungsweg unter Druck.

Airbus Defence and Space errichtet in Manching ein Trainingszentrum für zwei von Kratos gelieferte XQ-58A Valkyrie-Drohnen. Ziel ist deren Integration in europäische Missionssysteme. Die Drohnen sollen die Eurofighter-Flotte ab 2029 unterstützen und auf dem Erstflug der europäischen Variante aufbauen, der für Ende 2026 geplant ist. Das MARS-Missionssystem (Multiplatform Autonomous Reconfigurable and Secure) und die MindShare-Software dienen der Koordination von Drohnenschwärmen und der Verteilung der Arbeitslast auf den Eurofighter.

Airbus DS-Kampfdrohne
Modell der Kampfdrohne, die Airbus im Rahmen der Trinity-House-Vereinbarungen vorgeschlagen hat.

Am 23. Oktober 2024 unterzeichneten der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius und der britische Verteidigungsminister John Healey in London das Trinity-House-Abkommen. Darin verpflichten sich Deutschland und Großbritannien zu einer Präzisionsschlagfähigkeit mit einer Reichweite von über 2.000 km und zur gemeinsamen Entwicklung einer Kampfdrohne. Bislang wurden keine Details zur Finanzierung oder einer gemeinsamen Doktrin veröffentlicht. Die Kooperation verfolgt jedoch einen ambitionierten Kurs, der grundlegende Entscheidungen hinsichtlich Architektur und technologischer Reife erfordert.

An Land verfolgt Berlin bereits eine vielschichtige Strategie mit drei parallelen Programmen für einen Panzer der neuen Generation. Parallel dazu laufen das deutsch-französische MGCS-Programm, das vom Europäischen Verteidigungsfonds finanzierte MARTE-Programm und ein nationales Programm für den Nachfolger des [Name des Panzers fehlt]. Leopard 2. Diese Erfahrung belegt die Machbarkeit paralleler Ansätze unter Zeitdruck. Die iterative Evaluierung der Loyal-Wingman-Lösungen und der europäischen Trajektorie um die XQ-58A bestärkt diese Präferenz für konkurrierende Wege vor 2029.

Die von Rheinmetall unterstützte Boeing MQ-28 Ghost Bat bietet eine schnelle Reaktionsfähigkeit mit Potenzial zur Industrialisierung in Deutschland.

In diesem Kontext, Rheinmetall und Boeing Australia gaben am 31. März 2026 eine strategische Partnerschaft im Rahmen der MQ-28 bekannt.Berlin präsentiert die Ghost Bat als wichtigen Schritt in der Modernisierung der Kampfflugzeuge der Bundeswehr und sieht sie als treuen Begleiter der Eurofighter-Flotte. Die Ankündigung positioniert die australische Plattform an vorderster Front einer schnellen Reaktion auf die Frist 2029 und eröffnet gleichzeitig die Perspektive einer lokalen Industrialisierung unter deutscher Führung.

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