Am 9. Februar 2026 erhielt die russische Luftwaffe (Rossijskische VKS) laut Rostec eine neue Lieferung von Su-57-Kampfjets des Herstellers OAK. Die Industriemitteilung bestätigt, dass alle Flugzeuge die erforderlichen Boden- und Flugtests bestanden haben und einsatzbereit sind. Diese Meldung steht im Gegensatz zur Zurückhaltung im Jahr 2025, als die kumulierte öffentliche Produktion gering blieb und Ende 2025 lediglich etwa zwanzig Su-57-Flugzeuge identifiziert wurden. Dieser Kontrast ist umso bemerkenswerter, als die Industrie im Jahr 2025 die sichtbaren Lieferungen von Su-34 und Su-35S mit dokumentierten, vom Kunden abgenommenen Lieferungen priorisierte.
Die ausgelieferte Charge soll mit einem neuen Waffensystem, Bordsystemen und Modifikationen der Flugzeugzelle ausgestattet sein, die von OAK und Rostec angegeben werden. Die Hersteller heben außerdem ein neues Triebwerk und ein neues Helmvisiersystem sowie KI-basierte Systeme hervor, deren Wirksamkeit sich erst im Einsatz bewähren muss. Das Flugzeugwerk Komsomolsk am Amur hat seine Produktionslinien verstärkt, um die Lieferrate zu erhöhen. Die Integration der Su-57M1 ist laut Ankündigung bis Ende 2026 geplant. Ergänzt wird die industrielle Entwicklung durch den Export kommerzieller offensiver Zielsysteme und die Bestätigung eines algerischen Vertrags inklusive Personalschulungen. Zeitplan und Umfang dieser Maßnahmen wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.
Vor 2026 war der Kampfjet Su-57 nur auf fotografischen Beweisen und nicht durch offizielle Übergaben bekannt.
Laut öffentlichen Quellen blieb die Gesamtproduktion bis Ende 2025 gering; insgesamt wurden etwa zwanzig Su-57-Flugzeuge gebaut, was auf eine begrenzte industrielle Basis hindeutet. Im Jahr 2024 wurden Berichten zufolge rund sieben Tarnkappenjäger in sechs Lieferungen an die russischen Streitkräfte ausgeliefert, was auf eine langsame und gestaffelte Produktionsrate schließen lässt. Im Frühjahr 2025 wurden zwei neue Flugzeuge fotografiert, eine offizielle Abnahme durch den russischen Kunden wurde jedoch nicht bekannt gegeben, was Zweifel an der tatsächlichen Auslieferung aufkommen lässt. Diese Indizien legen nahe, dass sich einige der gesichteten Exemplare wahrscheinlich noch in der Testphase befanden und nicht im aktiven Dienst waren.
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